Niemand überlebt im normalen Schlafsack!

Zwischen einem normalen Schlafsack und einem Survival-Schlafsack gibt es einen entscheidenden Unterschied: Niemand überlebt im normalen Schlafsack!

Stellen Sie sich vor, Sie biwakieren an der Steilwand eines Viertausenders, weil Sie von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht worden sind. Sie haben das Glück, sich auf einen einigermaßen breiten Felsvorsprung retten zu können, bevor die ersten Blitze einschlagen und der Sturm einsetzt. Jetzt müssen Sie wohl oder übel biwakieren und die Nacht überstehen. Eine Alumatratze haben Sie dabei, dass ist gut, das schützt vor Bodenkälte. Am Schlafsack haben Sie leider gespart und ein günstiges Supermarktmodell eingepackt, in dem Sie es sich jetzt gemütlich machen. Das heißt Sie versuchen, es sich gemütlich zu machen, denn daraus wird leider nichts. Schlimmer noch: Sie sind geliefert! Der Wind pfeift durch die Kunststofffüllung ihres Billigmodells, das Material saugt sich über die Zeit mit Wasser voll. Ihnen wird kälter und kälter, der Schlafsack wird klamm. Am Morgen ist Ihr Energieverlust dermaßen hoch, dass an ein Weiterkommen kaum zu denken ist. Ihr Leben ist in Gefahr. Wegen dem falschen Schlafsack!

Ein Survival-Schlafsack muss zweierlei leisten: Zum Einen muss er wind- und wasserdicht sein. Wenn er das nicht ist, dann handelt es sich eben nicht um einen Survival-Schlafsack. Wir wollen überleben, wissen aber nicht, wann und wo uns die Natur zu Überlebensmaßnahmen zwingt. Deshalb müssen wir vorbereitet sein. Eventuell sind wir ungeschützt der Witterung ausgesetzt, vielleicht gibt es nicht genügend Platz, um einen Unterschlupf zu bauen. Vielleicht fehlt die Zeit, nach einer Höhle zu suchen. Also muss unser Schlafsack wetterfest sein, wir brauchen ein Biwak!

Dafür gibt es nun drei Lösungen:

  1. Entweder Sie besorgen sich einen wetterfesten Biwack-Schlafsack. Der ist allerdings relativ schwer und relativ teuer. Aber sauschick und jeder wird Sie beneiden!
  2. Oder Sie besorgen sich einen vernünftigen Schlafsack UND einen Biwaksack! Der Schlafsack wird in den Biwaksack gelegt, der regenabweisende Biwaksack geschlossen und schwupps: schon ist ihr Überleben gesichert!
  3. Sie besorgen immer noch einen vernünftigen Schlafsack und schmeißen ihr altes Scheißding endlich weg. Statt eines teuren Biwaksacks entscheiden Sie sich jedoch für eine Tarpplane und zwei dicke 120-Liter Müllsäcke. Das sieht zwar nicht mehr ganz so schick aus und macht nicht so viel Eindruck bei den Ladies, ist aber relativ leicht und überleben lässt es sich auch: Mit der Plane decken Sie den Boden ab, Müllsack Nummer eins stülpen Sie von unten über den Schlafsack, Müllsack Nummer drei reißen Sie auf und stülpen diesen von oben über den Schlafsack. Die Plane schlagen Sie um den Schlafsack herum ein. Das isoliert zusätzlich.

Und, sehen Sie: Wieder überlebt!

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